Hand und Gehirn

Dies ist kein Wesen aus einem Alptraum! Auch keine Karrikatur...

Wir nennen ihn "Sensiblen Homunculus".

Diese seltsame Figur steht im National History Museum in London und geht auf Arbeiten von Penfield und Rasmussen aus dem Jahre 1950 zurück.

Die Forscher Penfield und Rasmussen untersuchten die Großhirnareale auf ihre motorische und sensible Funktion hin. Sie fanden heraus, dass verschiedene Körperteile unterschiedlich ausgedehnt auf der Großhirnrinde repräsentiert werden. So werden die Mundregion und die Hände des Menschen im Vergleich zu anderen Körperregionen "überrepräsentiert". Dies gilt für die Sensibilität ebenso wie für die motorische Kontrolle!

Unser Homunculus entsteht, indem die Körperregionen in Proportion ihrer Repräsentation auf der motorischen oder sensiblen Großhirnrinde (Cortex) dargestellt werden. Es entstehten zwei Figuren mit riesigem Mund und ebensolchen Händen.

Der sensible Homunculus hat einen motorischen Homunculus als Bruder. Beide sind sich sehr ähnlich. Wir finden eine noch ausgeprägtere Repräsentation der Hände als beim sensiblen Homunculus. Es folgt eine Abbildung aus der Orginalarbeit von Penfield und Rasmussen (The Cerebral Cortex of Man: A Clinical Study of Localization of Function. Macmillan, 1950):

Den motorischen Homunculus aus dem NHM in London möchte ich Ihnen auch nicht vorenthalten. Wie gesagt - die Repräsentation der Hände auf der motorischen Rinde ist noch ausgeprägter als auf der sensiblen Rinde!

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