Sensibilität

An der Hand und besonders an den Fingerkuppen befindet sich eine extrem hohe Dichte an Hautrezeptoren, welche dem Gehirn Informationen über Schmerz, Temperatur und Oberflächenbeschaffenheit übermitteln. Dabei befinden sich in den Gelenkkapseln und den Muskelfasern Rezeptoren, die die Gelenkstellung und den Kraftaufwand messen. 

Dank dieser Rückmeldung der Hand ist das Gehirn in der Lage, Bewegungen z.B.  bezüglich Präzision oder Kraftdosierung differenziert zu steuern. Auch ermöglichen uns diese Informationen, Objekte in ihrer Form oder Größe, in ihrer Konsistenz, Oberfläche oder Schwere zu erkennen. Fehlt diese Rückmeldung oder ist sie unvollständig, können im Alltag Bewegungen nur ungenau, unkoordiniert oder ausschließlich unter Sichtkontrolle durchgeführt werden. Außerdem kann es zum Verlust der Schutzsensibilität kommen, wenn beispielsweise Temperaturen nicht mehr gespürt werden. Bei manchen Krankheiten oder Verletzungen wie z.B. Amputationen kann es aber auch zu einer Überempfindlichkeit auf Reize kommen, auch weiche Oberflächen werden dann schmerzhaft empfunden.

Durch Sensibilitätstraining oder Desensibilisierung werden eine normale Wahrnehmung und somit ein differenzierter Einsatz der Hand erarbeitet.

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