Rheuma der Hand und Handwurzel

Was ist eine Rheumatoide Polyarthritis?

Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung des Bindegewebes mit Betonung der Gelenkschleimhaut und der Gleitgewebe (Synovitis bzw. Synovialitis). Die Rheumatoide Polyarthritis gehört zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen.

Die Rheumatoide Polyarthritis kann in jedem Alter auftreten. Wir beobachten jedoch einen Gipfel zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. In diesem Altersabschnitt ist die Erkrankung etwa viermal häufiger bei Frauen zu beobachten.

Die Erkrankung verläuft in der Regel in Schüben. Sie ist im Verlauf äußerst heterogen. 20 bis 30% verlaufen milde, dagegen sind in 10 bis 20 % bekannt als schwere Verläufe mit Zerstörung der Gelenkfunktion.

Es ist bis heute ein wesentliches Problem, eine individuelle Vorhersage (Prognose) über den Verlauf zu stellen. Dies ist aber wichtig, da sich von der Prognose Konsequenzen der Therapie - sei es operativ oder medikamentös - ableiten.

Als Handchirurg möchte ich im Weiteren auf die besonderen Probleme der Hand bei der Rheumatoiden Polyarthritis eingehen. 

Dennoch darf die Hand und Handwurzel nicht als isolierte Einheit gesehen werden.

Der Handchirurg kann nur im Team erfolgreich sein. Die Behandlung von Rheumapatienten macht Internisten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten und Psychotherapeuten notwendig.

Für den Handchirurgen kann nicht Heilung der Erkrankung i.S. der Handrekonstruktion im Vordergrund stehen. Ziel ist die Funktionswiederherstellung und der Erhalt der Funktion!

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