Pathologischer Bruch

Was ist ein pathologischer Bruch?

Es handelt sich um Brüche, die durch krankhafte Veränderungen des Knochens zustande kommen. Entweder ist der Knochen durch eine Erkrankung allgemein verändert (z.B. Osteoporose) oder ein Knochentumor hat den Knochen an der Bruchstelle geschwächt.

Durch die Knochenschwächung führen bereits Alltagsbelastungen zum Bruch des Knochens.

Am häufigsten sehen wir diese Bruchformen bei den gutartigen Enchondromen (Knorpeltumor). Das nebenstehende Röntgenbild zeigt ein Enchondrom im Grundglied des Zeigefingers (1). Durch sein verdrängendes Wachstum hat dieser - ansonsten gutartige Tumor - neben der Verdrängung der Knochenbälkchenstruktur (Spongiosa) auch zu einer Ausdünnung der Knochenrinde (Kortikalis) geführt.  In diesem Fall hatte der Patient eine schwere Tür öffnen wollen. Bei dieser Alltagstätigkeit verspürte er einen stechenden Schmerz im Finger. Die Röntgenuntersuchung der Hand führte zur Verdachtsdiagnose "pathologischer Bruch bei Enchondrom". Die feingewebliche Untersuchung bestätigte dann das Enchondrom.

Auch im Bereich der Handwurzel kann es zu pathologischen Brüchen kommen. Beispielhaft möchte ich einen Bruch des Kahnbeins zeigen (2). Wiederum war auch hier ein Enchondrom Ursache der Knochenschwächung.

Die hier gezeigten pathologischen Brüche gehen auf die häufigste handchirurgische Ursache - dem Enchondrom - zurück.

Die Röntgenuntersuchung kann lediglich eine Verdachtsdiagnose ergeben. Neben dem Enchondrom gibt es zahlreiche, leider auch bösartige (maligne) Ursachen für einen pathologischen Bruch.

Pathologische Brüche müssen daher

operiert werden.

Der Pathologe kann durch die mikroskopische Untersuchung des gewonnenen Gewebes die exakte Diagnose stellen.

Wichtige Differentialdiagnosen sind:

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