Ausrenkung von Fingergelenken

Beispiel Mittelgelenkluxation

Die Ausrenkung (Luxation) betrifft an der Hand häufig die Mittelgelenke der Finger.

Das Röntgenbild (1) zeigt einen im Mittelgelenk luxierten Ringfinger. Bei dieser Ausprägung ist die Diagnose im Röntgenbild kein Problem. Ausgeschlossen werden durch die Röntgenbilder vor allem begleitende Fingerbrüche.

Wie wird eine Fingerluxation behandelt?

Während Luxationen im Endgelenk an Daumen und Fingern meist geschlossen eingerichtet werden können, so ist dies bei den Mittelgelenken der dreigliedrigen Finger häufig nicht möglich.

Lediglich bei frischen Ausrenkungen zur Streckseite (Mittelglied zur Streckseite) kann eine geschlossene Einrichtung und Ruhigstellung zur Ausheilung führen. Auch bei einseitigen Bandverletzungen ist dies möglich.

Bei begleitenden Brüchen und Bandverletzungen mit Instabilität oder in das Gelenk eingeschlagenen Bandresten muss in der Regel operiert werden.

Das Röntgenbild (2) zeigt den gleichen Finger. Auf der Beugeseite wurde die stabilisierende Knorpelplatte nach der Einrichtung des Gelenkes mit einem Knochenanker wieder am Knochen fixiert.

Was muss beachtet werden?

Nach einer kurzen Ruhigstellung erfolgt eine intensive mobilisierende Nachbehandlung. Die Gefahr eine Bewegungsstörung (z.B. Streckhemmung) ist bei operativen Eingriffen im Mittelgelenk groß.

Das Ergebnis ist abhängig von

Gelegentlich ist die einzige sinnvolle Therapie die Versteifungsoperation, wenn der Knorpel und Bandapparat zerstört sind.

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