Arthrodesen - Gelenkversteifung an der Finger und Handwurzel

Was ist eine Arthrodese?

Die Arthrodese ist eine operative Gelenkversteifung, die man bei einer schweren Arthrose als Alternative zur Gelenkprothese vornimmt. Die Arthrodese dient vor allem der Schmerzlinderung. Die Bewegungsfähigkeit im Gelenk wird dabei komplett aufgehoben.

Die natürliche (spontane) Gelenkversteifung nennen wir Ankylose.

Die Arthrodese der Fingendgelenke unter Verwendung von Drahtstiften

Die Arthrodese des Fingerendgelenke wird bei fortgeschritener Zerstörung des Gelenkes, bei Instabilität und Fehlstellung vorgenommen. Aufgrund des in der Regel geringen Funktionsdefizits sind Prothesen (Gelenkersatz) an den Endgelenken keine wirkliche Alternative.

Das nebenstehende Röntgenbild zeigt ein mit zwei Drähten (Kirschner-Drähte) versorgtes Endgelenk. Wie Sie sehen, wird das Endgelenk meist in Streckstellung oder maximaler Beugung von 10° eingestellt.

Die Zuggurtungsarthrodese am Daumengrundgelenk

Bei Gelenkzerstörung, schmerzhafter Instabilität und Fehlstellung ist die operative Versteifung des Grundgelenkes die Methode der Wahl. Sie führt bei guter Funktion des Daumens zu Schmerzfreiheit und Stabilität. In der Regel werden auch an diesem Gelenk Drahtkombinationen eingesetzt.

Die Arthrodese des Fingermittelgelenkes

Das Mittelgelenk ist für die Funktion des Fingeres sehr wichtig. Wann immer möglich, werden Arthrodese vermieden und gelenkerhaltende Eingriffe bevorzugt. Dennoch gibt es Gründe für eine Versteifung dieses Gelenkes. Um nur einige zu nennen:

Wie am Daumengrundgelenk wird auch am Mittelgelenk in der Regel eine sogenannte Zuggurtung durchgeführt.

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